1990 - 1992

1990

Im Januar wurde das Abwasserpumpwerk am Altendorferweg in Betrieb genommen. Die Kosten beliefen sich auf 1,1 Millionen DM. Am 7.3. kamen die ersten Übersiedler nach Godelheim. Sie wurden in den oberen Räumen der früheren Schule untergebracht. Durchschnittsbelegung 25 Personen. Haus Brunnen war von der Landesaufnahmestelle Unna-Massen für die Zeit vom 19.2. - 31.12.1990 angemietet. Maximal belegt war das Haus mit 100 - 120 Aus- u. Übersiedlern.

Vom 28. - 30. Juli 1990 feierte der Heimat- und Schützenverein unter großer Beteiligung der Bevölkerung sein Schützenfest. Im Mittelpunkt stand das Königspaar Gerhard und Elisabeth Kurtenbach mit ihrem Hofstaat.

Karl Heinz Bode, der als Feuerwehrmann an der Verkehrsregelung beim Festzug teilnahm, verstarb unerwartet in Ausübung dieses Dienstes.

Der Sommer 1990 war extrem heiß und trocken. Mit Tagestemperaturen über 30° C.

1991

Der Festplatz wurde durch das mitwirken der Vereine von der Stadt Höxter gekauft. Auf dem neu erstellten Platz wurde vom 14. - 17.6.91 das Fest des Spielmannzuges gefeiert. Höhepunkt am Sonntag war der Bayrische Abend mit der Blaskapelle Steinbrünning.

Ein Staukanal wurde im Sommer im Altendorferweg gebaut. Er fasst ca. 240 Qm. Um die Kanalisation zu vervollständigen werden nun die Kanäle im Bereich Zur Helle u. Karlshafener Str. gebaut.

In diesem Jahr ist das Kraftfahrzeugaufkommen bis zu 20.000 Autos pro Tag gestiegen. Das veranlasste einige Mitbürger die Initiative, "Lebenswertes Godelheim" zu gründen. Mit großer Beteiligung der Bevölkerung wurden mehrere Demonstrationen durchgeführt. Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen berichteten darüber.

 

1992

Mit der Kirchenrestauration wurde im Jahre 1985 begonnen. Die ursprünglichen Sandsteinkehlen des Daches wurden durch Kupferkehlen ersetzt. Von der alten Kirche samt Turm und an der Südseite der neuen, musste der Putz abgeschlagen und erneuert werden. Die Wände der alten Kirche und des Turmes wurden zur Trockenlegung 80 cm tief im Winkel von 30° schräg nach untern innen und außen aufgebohrt und mit Kieselsäure verfüllt. Die Kirche bekam einen neuen Blitzableiter und Entlüftungsgauben aus Kupfer in den Dachbereichen. Anschließend wurden die Mauern von außen gestrichen. Der Seiteneingang bekam eine behindertengerechte Rampe im Zuge der Restaurierung der Sandsteinmauer um den ehemaligen Kirchhof. Die Treppenstufen zum Turm wurden erneuert und dessen Mauerwerk gereinigt und neu verfugt. 1987 wurde die Kirche innen neu ausgemalt. Die Feuerung und Luftführung der Heizung wurde erneuert und die Orgel gereinigt. Der unter Denkmalschutz gestellte neubarocke Altar wurde von der Fa. Voping restauriert. Im Jahre 1989 konnten die Kirchenbaumaßnahmen mit der Restauration folgender Ausstattungsstücke beendet werden. Orgel- Rückposition barocker Hochaltar und vier Statuen in der alten Kirche. Die Pieta wurde der Gemeinde Godelheim geliehen um sie in der Friedhofskapelle aufzustellen.

1992 wurde die Neugestaltung des Chorraumes zu Ende geführt. Dies waren der neue Altar und Ambo aus Muschelkalk und neue Holzbänke. Ein neuer Osterleuchter aus Bronze steht im alten Teil der Kirche. Der Weihbischof Paul Cronsbruch nahm am 19. Juli 1992 die Feier der Altarweihe vor. Die zahlreich erschienen Gläubigen nahmen an den mehr als 2 Stunden dauernden Riten teil.

Vom 22.5. bis 25.5. 92 fand das 60- jährige Jubiläumsfest der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Höxter, Löschgruppe Godelheim statt. zahlreiche Wehren nahmen an den Feierlichkeiten  teil. Die Festrede hielt der stellvertretene Bürgermeister Herr Lawynda.  Zu Gast war auch Karin Roth aus dem Thüringer Wald und die Suhler Bergmusikanten. 

Der Sommer 92 war ein Jahrhundertsommer. Die Temperaturen stiegen bis zu 4o°. Am 13. u. 14. Juli fand aus Anlass des 2o-jährigen Bestehen des Schießstandes vom Heimat- und Schützenverein ein zweitägiges Zeltfest statt.

Am Sonntag 21.6. feierte die Volksmusikgruppe sein 15- jähriges Bestehen. Gemeinsam mit der Blaskapelle präsentierten sie einen Strauß schöner Melodien im Saale Driehorst.

Am 8.9.92 um 6.30 Uhr brannte es im ehemaligen Hause Schlüter Am Maibach 12 (heute Surowig) . Dem schnellen Einsatz der Löschgruppe die von der Feuerwehr Höxter unterstützt wurde, ist es zu verdanken, dass größerer Schaden verhindert wurde. Am 7. Dezember wurden am Ohrentalweg 25 Apfel- und 10 Birnbäume gepflanzt. Ein Brand brach am 11.12.92 im ehemaligen Bahnhofgebäude aus. Auch hier konnte durch das sofortige eingreifen der Godelheimer Feuerwehr das Feuer schnell gelöscht werden. Der entstandene Schaden wird auf 20.000 DM geschätzt. In den letzten Jahren wurden in unserer Gemeinde sehr viel Fachwerkhäuser instand gesetzt. Bis Dez. 92 wurden im Rahmen des Weserprogramms Erneuerungsmaßnahmen an 16 Häusern vorgenommen, was sehr viel zur Dorfverschönerung beigetragen hat. In der Mitte des Monats Januar traten nach starken Niederschlägen die Weser und Nethe über die Ufer.