Förderverein Godelheim errichtet Storchennest in der Netheaue

In den vergangenen Tagen wurden vermehrt Weißstörche in und um Godelheim gesichtet. Sie übernachteten auf Schornsteinen und wateten durch die Wiesen rund um die Ortschaft. Sogar die Paarung auf einem Dach im alten Dorfkern konnte beobachtet werden.
Nicht nur weil sich viele Sagen und Legenden seit jeher um diese imposanten Tiere ranken, sondern vor allem weil der Storch ein Sympathieträger ist, gilt es für Dörfer als Bereicherung einen solchen wiederkehrenden Sommergast zu haben.
Um dem Adebar in Godelheim eine Bleibe zu bieten, beteiligte sich der ortsansässige Förderverein daran eine Nisthilfe auf dem Dach einer Scheune unweit der Nethe zu installieren. Dank der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer konnte das Nest mit Hilfe einer Arbeitsbühne sicher über dem First des Gebäudes aufgesetzt werden. "Wir hoffen, dass die Störche unsere Einladung annehmen und hier bei uns ihren Nachwuchs großziehen.", sagt Markus Brügger, Vorsitzender des Förderverein Godelheim.
Noch viel wichtiger als ein Nest ist allerdings der geeignete Lebensraum mit ausreichend Nahrung für die Störche. Obwohl er bei seinen Speisen nicht wählerisch ist und sich beispielsweise von Insekten, Würmern, Fröschen oder Mäusen ernährt, so ist doch eine vielfältige und strukturreiche Landschaft mit Feuchtwiesen, Kleingewässern und weiteren extensiv genutzten landwirtschaftlichen Nutzflächen von großer Bedeutung.

 

Neues Zuhause für die Störche: Ehrenamtliche Helfer bei den letzten Arbeiten zur Errichtung eines Storchennestes in der Netheaue bei Godelheim. (Foto: Diego Krämer)


Meister Adebar: Ein watender Weißstorch sucht Nahrung auf einer Wiese. (Foto: Frank Grawe)