Umgehung sorgt für Bauchschmerzen

Ortsausschuss kritisiert Lärmschutzwand

Godelheim. Es ist ein zentrales Anliegen der Anwohner in Godelheim. Die B 64 soll nicht länger mitten durchs Dorf gehen. Die Ortsumgehung, die in diesem Jahr ins so genannte Planfeststellungsverfahren gehen soll und für die dann voraussichtlich 2012 Baubeginn sein könnte, bringt der Bevölkerung Ruhe und Sicherheit und dem Verkehr eine deutliche Zeitersparnis.
"Wir brauchen die Ortsumgehung", sagte der Ortsausschussvorsitzende Hans Josef Held am Montagabend in der ehemaligen Schule. Darin sind sich die Ortsausschussmitglieder einig.

Einig ist sich der Ortsausschuss auch in seiner Kritik an der Straßenplanung im Bereich der Ortschaft Godelheim. Parallel zur Bahnlinie soll die B 64 an Godelheim vorbeigeführt werden.

Das sei in Ordnung, aber nicht die Art und Weise, wie das geschehen soll. "In einer Höhe von vier Metern und einer Länge von 730 Metern soll eine Lärmschutzwand längs durch das Dorf gezogen werden. Das verändert das Ortsbild negativ", sagte Paul Jöhren (SPD), Ortsheimatpfleger und sachkundiger Bürger im Ausschuss. Bei früheren Planungen sei stets von einer abgesenkten Straßenführung und einem deutlich niedrigeren Lärmschutz die Rede gewesen, betonte Jöhren. "Unsere Wunschtrasse ist das ebenfalls nicht", stimmte CDU-Ratsmitglied Daniel Grote zu.

Uneins sind SPD und CDU im Ortsausschuss, wie die Kritik an der Trassenplanung angebracht werden soll. Die CDU sprach sich dafür aus, die Planung innerhalb des Planfeststellungsverfahrens im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zu kritisieren. "Sonst verzögern wir den Prozess insgesamt", wandte Grote ein.

Die SPD konnte dieser Argumentation in keinster Weise folgen. Sie stellte den Antrag, sofort einen Beschluss zu fassen, die abgesenkte Straßenführung und eine entsprechend niedrigere Lärmschutzwand in die aktuelle Planung der Ortsumfahrung Godelheim aufzunehmen. Der Antrag wurde mit einer knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen angenommen.

 

Bericht und Foto: Neue Westfälische