Das Leben Jesu im Bild

Godelheimer Gemeinde gestaltet Osterweg / Neun Stationen erzählen

Godelheim. Die katholische Kirche in Godelheim zeigt mit der Gestaltung des Osterwegs, dass es sehr wohl noch Projekte gibt, bei denen Alt und Jung zusammenarbeiten - und das mit Spaß.

In der Godelheimer Kirche zieht sich rechts neben dem Altar der Osterweg über die Steinplatten des Bodens. Neun Stationen erzählen die Geschichte Jesu: Von der Wüste, in der Jesus 40 Tage fastete und vom Teufel versucht wurde, über den Einzug in Jerusalem am Palmsonntag bis zu seiner Auferstehung.

An den Fastensonntagen haben verschiedene Gruppen aus der Gemeinde nacheinander je eine Station gestaltet: Die katholische Frauengemeinschaft, das Pfarrteam, die Messdiener, die Godelheimer Volksmusikgruppe, der Pfarrgemeinderat, die Kommunionkinder sowie Kinder aus dem Seelsorgeunterricht. "Woche für Woche ist der Osterweg gewachsen, wir sind Jesus’ Weg mitgegangen", sagt Gemeindereferentin Christina Bolte und strahlt.

Ein Jute-Kartoffelsack wurde zur Wüste, eine schwarze Mülltüte, angesprüht mit weißer Farbe und ausgestopft mit Zeitungspapier, stellt einen Berg dar, Buchsbaumsträuße erinnern an den Einzug Jesu’ nach Jerusalem, als ihm das Volk mit den Zweigen zuwinkte. Die letzte Station, die der Auferstehung, ist die Prächtigste: Sechs bunte Schalen mit Osterglocken, Narzissen und Primeln rahmen ein weißes Leinentuch, das das leere Grab symbolisiert. Am Kopf steht Jesus am Kreuz neben der Osterkerze.

"Das Ganze hat etwas von einer Modelleisenbahn", sagt Pfarrer Andreas Wilke. "Es gibt so viele Details, an denen ich mich gar nicht satt sehen kann." Er freut sich besonders über die gute Zusammenarbeit der Gemeinde. Der Osterweg bleibt noch bis Pfingsten in der Kirche. "Jeder ist eingeladen, ihn sich anzuschauen", sagt Bolte.


Pfarrer Andreas Wilke und Gemeindereferentin Christina Bolte hocken zwischen den neun Stationen des Osterwegs, den die Godelheimer Gemeinde zum ersten Mal gestaltet hat. Links im Bild die Auferstehung.

 

Bericht: Neue Westfälische, 27.03.08