Die Brückenbauer aus Godelheim
Über ein Dutzend ehrenamtliche Handwerker setzen sich für die Ortschaft ein
VON BURCKHARD HOEPTNER


Godelheim. Sie legen Bachläufe an, bauen Dächer, gestalten Parkplätze, Friedhofswege und reparieren Fußwege. Und wer hier und da in Godelheim eine neue Parkbank findet, der weiß, dass über ein Dutzend freiwillige Männer der kleinen Ortschaft am Werk waren, um "ihr" Dorf für Bürger und Gäste in Schuss zu halten und zu verschönern.

Schon im vergangenen Jahr haben die ehrenamtlichen Helfer mit zahlreichen Aktionen in der Ortschaft auf sich aufmerksam gemacht und kontinuierlich weitergearbeitet. Das brachte ihnen gestern Vormittag bei der Vorstellung ihrer Projekte ein dickes Lob des Technischen Beigeordneten, Dardo Franke, ein: "Man sieht, dass Godelheim eine tatkräftige Truppe hat, die einen wichtigen Part für die Ortschaft übernimmt - zum Wohle der Gemeinschaft." Hier sei viel Verstand und Muskelkraft eingesetzt und sehr viel Zeit investiert worden, erkannte Franke die ehrenamtliche Arbeit an. "Man kann eine Menge bewirken und Brücken bauen." Damit meinte er nicht allein den symbolischen Brückenbau. Die Godelheimer haben tatsächlich nicht nur den Fußgängerweg zum Tretbecken begradigt, sondern auch in dessen Verlauf die marode Holzbrücke ab- und eine neue mit einer 200 Kilogramm schweren Stahlunterkonstruktion wieder aufgebaut.

Insbesondere am und um das Wassertretbecken herum haben sich Godelheims ehrenamtliche Helfer sehr zu schaffen gemacht. Sie errichteten einen Schaukasten, an dem sich die zahlreichen Feriengäste über das Wassertreten, die Godelheimer Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Vereine informieren können. Traurige Anmerkung des Ortsausschussvorsitzenden Hans-Josef Held: "Leider musste das Dach der Schautafel zweimal gebaut werden. Das erste wurde von Unbekannten entwendet."

Es gibt eine ganze Menge aufzuzählen, was in den letzten Wochen und Monaten im Nethedorf geleistet wurde. Die Freizeithandwerker renovierten zehn Sitzbänke und gestalteten sie pflegeleicht. Ein Projekt der ortsansässigen Künstlerin Elisabeth Brügger, vier Bänke mit Sinnsprüchen, soll in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Als "großes Projekt" bezeichnete Held die Fertigstellung des Friedhofsweges. 250 Quadratmeter Pflaster wurden verlegt. 13.000 Steine gingen durch die Hände der Ehrenamtlichen. Sie planierten und säten Gras ein. Im unteren Bereich arbeiteten sie ein ehemaliges Grabkreuz in den Weg ein. Schon im vergangenen Jahr hatten die Dorfverschönerer mit dem Friedhofsweg begonnen. Insgesamt beträgt die neue Wegefläche nunmehr 400 Quadratmeter. Auch den Wanderparkplatz am Schützenhaus nahmen sich die Helfer vor und versahen ihn mit einer neuen Schotterschicht.

Die tatkräftigen Männer zeigten gestern aber nicht nur, was sie geleistet haben. Ihr Dank gilt zahlreichen Bürgern und Unternehmen, die mit Geld-, Sachspenden und Materialien geholfen haben. Der Bauhof der Stadtverwaltung lieferte ebenfalls Materialien und Maschinen.

Bernhard Robrecht, Rudi Höxtermann, Paul Jöhren, Friedhelm Hülkenberg, Elmar Scherf, Wolfgang Müller, Josef Wieneke, Hans-Josef Held, Werner Seidel, Technischer Beigeordneter Dardo Franke und Michael Harmann (v. l.) kümmern sich um ihre Ortschaft . Nicht auf dem Bild: Reinhard Littmann, Wilfried Golüke, Alexander Hofmann und Hermann Vogt.

Bericht und Foto: Neue Westfälische, 4.8.07